Aloe Vera – ein uraltes Naturheilmittel – ist seit einigen Jahren zu größtem Ruhm gelangt. Mittlerweile enthalten viele medizinische und kosmetische Produkte Aloe Vera. So findet die Pflanze beispielsweise in Form von Gel, Creme oder Saft Anwendung. Äußerlich wie innerlich wird Aloe Vera zudem zur Nahrungsergänzung eingesetzt und ihr werden wahre Heilkräfte zugesprochen: Immunstärkend und schmerzlindernd soll sie sein, ein Balsam für Haut und Haare. Was ist dran am Mythos dieser Wunderpflanze?
Prolin beispielsweise hilft bei der Bildung von Bindegewebe und ist sogar der Hauptbestandteil des im Körper vorkommenden Kollagens. Auch das Cystein trägt zu einem starken Bindegewebe bei, sodass auch bei Heilungsprozessen die Aktivität des Cysteins aktiviert wird. Gleichzeitig fördert es die Aktivität der weißen Blutkörperchen und leitet Entzündungsschmerz aus. Auch ist für die Bildung von neuem Haar verantwortlich.
Die Aloe vera ist ein sogenanntes Grasbaumgewächs, auch wenn ihre äußere Erscheinung mit den fleischig-stacheligen Blättern eher an Kakteen oder Agaven erinnert. Sie wächst ohne Stamm in schwerer nährstoffreicher Erde und bildet rosettenartig angeordnete Blätter aus. Sie sind wie bei allen sukkulenten Pflanzen dick und fleischig. Sie laufen spitz zu und besitzen bedornte Blattränder. Die Pflanzen erreichen in Höhe und Durchmesser je nach Standort bis zu 60 Zentimeter. Im Januar bildet die Aloe vera zwischen den Blättern einen lang gestielten Blütenstand. Er wächst senkrecht nach oben und bildet manchmal ein bis zwei Seitenzweige. An den Enden sitzen je nach Sorte gelbe, rote oder orangefarbene Röhrenblüten, die rings um den Stängel in Trauben angeordnet sind.
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