Heute weiss man jedoch, dass Aloin bei zu hoher Dosierung sowie bei zu langer Anwendung gesundheitsschädlich wirkt, weswegen es kaum noch eingesetzt wird. Mögliche Folgen sind eine Überreizung der Darmschleimhaut, eine Verschlimmerung der Verdauungsprobleme bis hin zu Vergiftungserscheinungen. Des Weiteren steht Aloin im Verdacht, ein Krebsauslöser zu sein. Aus besagten Gründen darf die Anwendung als abführendes Mittel laut dem Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte nur zweimal pro Woche und für maximal 2 Wochen erfolgen (4).
In Untersuchungen mit Tieren zeigte sich wiederum neben einer Senkung des Blutzuckers auch eine Normalisierung von erhöhten Cholesterinwerten (Quelle: „Rajasekaran, S.; Ravi, K.; Sivagnanam, K.; Subramanian, S. Beneficial effects of Aloe vera leaf gel extract on lipid profile status in rats with streptozotocin diabetes. Clin. Exp. Pharmacol. Physiol. 2006, 33, 232-237.“)
Auch bei Insektenstichen kann Aloe-Vera-Gel für Linderung sorgen. Das kühlende Gel kann den Juckreiz mindern und die Entzündung abklingen lassen. Es kann direkt auf den Stich aufgetragen werden und wird nicht abgewaschen. Eine besonders gute Wirkung entfaltet das Gel, wenn es gekühlt aufgetragen wird. Die Lagerung im Kühlschrank ist darum empfehlenswert.
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung als Aloe perfoliata var. vera wurde 1753 von Carl von Linné vorgenommen.[3] Nicolaas Laurens Burman erhob die Varietät 1768 in den Rang einer Art.[4] Philip Miller schlug im selben Jahr den Namen Aloe barbadensis vor und verwies dabei auf den von Caspar Bauhin bereits 1620 verwendeten Namen Aloe vulgaris.[5] Aufgrund der späteren Veröffentlichung Millers hat der Artname Aloe vera Priorität vor dem Namen Aloe barbadensis.
Eines der wichtigsten Hauptanbaugebiete für die Aloe Vera ist mittlerweile Mexiko, hier wird größtenteils auch auf die Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden verzichtet. Die heute noch lebenden Maya-Völker sehen in der Aloe Vera nach wie vor eine Art „Schamanin“ und es hält sich die Überzeugung, dass die heilenden Eigenschaften eng mit der Seele der Pflanze in Verbindung stehen. Deshalb ist es in Mexiko auch noch immer üblich, dass über den Eingangstüren der Häuser und Wohnungen Blätter der Aloe Vera hängen, welche Krankheiten fernhalten sollen.
Aloe Vera Saft sollte optisch an frisch gepressten Grapefruitsaft erinnern, die Farbe sollte hellgelb sein, kleine Stückchen sollten sichtbar sein, ähnlich wie das Fruchtfleisch in frisch gepresstem Zitrussaft. Der Geschmack ist intensiv, ja so intensiv, dass Sie ihn auf Anhieb vielleicht nicht mögen. Schmeckt der Saft süss, dann ist er gesüsst oder aromatisiert.
Naturreines Aloe-Vera-Gel erhält man ausschließlich durch die Verwendung frischer Blätter. Dazu empfiehlt es sich, eine eigene Pflanze anzuschaffen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es sich um die Sorte Aloe Vera Barbadensis Miller handelt. Das Gel erhält man, indem man die die einzelnen Blätter abschneidet und diese vorsichtig auftrennt. In den Blättern befindet sich das durchsichtige Blattmark, das man als Gel auf der Haut anwenden kann. Am besten nimmt man das Gel vorsichtig mit einem Löffel von den Blättern und bewahrt es im Kühlschrank auf. Da das Gel sehr empfindlich ist, sollte es schnellstmöglich aufgebraucht werden.
Inzwischen kann man die Aloe sogar schon online in diversen Pflanzenshops kaufen. Dort sind sie mit einer Höhe von etwa 40 Zentimetern und mit einem 10 Zentimeter Topf für rund 7-8 Euro erhältlich. Größere Pflanzen kosten beinahe das Doppelte. Ob eine junge oder alte Pflanze einziehen soll, bleibt einem selbst überlassen. Ehe man eine Aloe jedoch ernten kann, können rund fünf Jahre vergehen.
Beim Umtopfen die alte Aloe-Pflanze aus dem Topf genommen, der Wurzelballen gelockert und grob von der alten Erde befreit. Sind am Sprossgrund alte oder abgestorbene Blätter vorhanden, sind diese zu entfernen. Die Aloe Vera wird in den neuen Topf eingesetzt, idealerweise so tief wie sie vorher eingelassen war. Insofern der untere Teil bereits verholzt ist, kann die Aloe etwas tiefer eingesetzt werden. Nach dem Umsetzen das Angießen nicht vergessen.
Reife Aloe Vera kann geerntet und “entsaftet” werden. Wer jedoch seine Pflanze selbst angebaut hat oder sich für eine sehr kleine und junge Pflanze entschieden hat, der wird rund fünf Jahre auf die erste Ernte warten müssen. Erst dann lohnt sich diese auch, denn es braucht eine gewisse Zeit, ehe die Wirkstoffe in der Aloe vollständig gereift sind. Wem das zu lange dauert, der kann sich von Anfang an ausgewachsene Aloe Vera Pflanzen kaufen. Diese besitzen im besten Fall schon sehr dicke Blätter. Wer das Gel ernten möchte, der muss die größten Blätter der Pflanze mit einem Messer ab Boden abschneiden. Im Anschluss werden die Blätter gewaschen und senkrecht in ein höheres Gefäß gestellt. Bei einer reifen Aloe fließt das Gel von alleine ab. Ist möglichst viel Gel ausgelaufen, so müssen die Blätter erneut gewaschen und getrocknet werden. Dann kann man die äußere Wachsschicht der Aloe entfernen und das restliche Gel herausholen.
Bei Verdauungsbeschwerden wie Verstopfungen kann Aloe-Vera-Saft für die Behandlung hilfreich sein. Aloe-Vera-Saft enthält Anthranoide und die Substanz Aloin. Anthranoide können die Durchlässigkeit der Darmwand beeinflussen. Dadurch kann die Darmschleimhaut weniger Salz und Wasser aufnehmen, so dass sich das Salzwasser im Darm ansammelt und für einen abführenden Effekt sorgt.
Die Aloe vera wird auf fünf Kontinenten in allen subtropischen und tropischen Regionen kultiviert. Pro Jahr werden Hunderttausende Tonnen Aloe-vera-Blätter geerntet, aus denen das begehrte Gel gewonnen wird, das mittlerweile in zahllosen Produkten zu finden ist – ob Kosmetika, Lebens- sowie Nahrungsergänzungsmitteln, Matratzen, Slipeinlagen oder Waschpulver.
Heute zählt Mexiko zu den wichtigsten Hauptanbaugebieten, wobei die meisten Bauern auf Düngemittel und Pestizide verzichten. Die Maya setzen die Aloe vera noch immer mit einer Schamanin gleich und sind überzeugt davon, dass die heilenden Eigenschaften auch auf die Seele der Pflanze zurückzuführen sind. So ist es in Mexiko nach wie vor üblich, Aloe-vera-Blätter über die Eingangstüren der Häuser und Wohnungen zu hängen, um Krankheiten fernzuhalten (2).

Die positive Wirkung der Aloe ist seit vielen Jahrhunderten bekannt. Der Pflanzensaft kann frisch oder zu einer braunen kristallinen Masse für eine Weiterverarbeitung zu Cremes und Lotionen verdampft werden. Der frische Pflanzensaft verspricht bei der Hautpflege einen großen Nutzen. Dank eines hohen Feuchtigkeitsgehaltes wird Aloe in der Naturheilkunde bei Hautproblemen oder Sonnenbrand empfohlen. Als schnelles Mittel der Hausapotheke reicht es aus, Blätter aufzuschneiden und betroffene Hautpartien mit dem Pflanzensaft einzureiben. Innerlich angewendet, wirkt Aloe Vera stark abführend. Um Experimente und Überdosierungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Verwendung handelsüblicher Präparate.

Bei der Herstellung des Aloe vera Saftes wird darauf geachtet, dass nur die aloinfreien Teile der Pflanze verwendet werden. Aloine gehören zu den Anthrachinonen – Pflanzenstoffe, die stark abführend wirken und im Verdacht stehen, Darmkrebs zu begünstigen. Das Aloin befindet sich in der Blattrinde und im Saft der Pflanze, der zwischen Rinde und Gel liegt.
Je mehr Sonne die Wüstenlilie tanken kann, desto opulenter entwickelt sich ihr einzigartiger Pflanzenkörper. Da die Blume andererseits Temperaturen unter 10 Grad Celsius nicht verkraftet, beschränkt sich die Dauer eines Aufenthaltes unter freiem Himmel auf die Sommermonate. Sobald die Quecksilbersäule im Frühling die 10-Grad-Marke übersteigt, siedelt Aloe vera um auf den Balkon. Bevor Ihr Prachtstück unter volle Sonneneinstrahlung gerät, sollte eine 8-tägige Phase der Abhärtung am halbschattigen Standort stattfinden. Wahlweise setzen Sie die Pflanze den Sommer hindurch in die magere Erde des Steingartens, um dort alle Blicke auf sich zu ziehen. Solange Aloe vera im Herbst rechtzeitig eingeräumt wird in ein geschütztes Winterquartier, spricht nichts gegen ein alljährliches Gastspiel im Freiland.
Das Interessante: Der in der Aloe Vera vorkommende Hauptwirkstoff Acemannan kann bis zur Pubertät vom Körper selbst gebildet werden, danach muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Eingelagert wird es in allen Zellmembranen des Körpers, wo es eine Immunstärkung bewirken kann. Zudem stellt Acemannan die Grundlage für Zellen sowie Gefäßwände, Sehnen, Knorpel, Bänder und Gelenke sowie das Grundgerüst der Knochen dar und sorgt für das Vorhandensein von ausreichend Gelenkschmiere.
Die zylindrischen, bis zu 40 cm langen Blütenstände setzen sich nach einer kühlen Überwinterung bei 10-13 Grad Celsius im Frühling dekorativ in Szene. Straff aufrecht erheben sich die gelben, roten oder orangefarbenen Trauben über den grau-grünen Blättern. Zu dieser Meisterleistung ist die Blume freilich frühestens ab einem Alter von 3 Jahren in der Lage.

Bei schmerzhaften Einrissen im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag. In der Schwangerschaft sollte darauf allerdings in jedem Fall verzichtet werden, da der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen und zu einer Fehlgeburt führen kann (5). Da es jedoch viele andere natürliche und gleichzeitig auch gesunde Mittel gegen Verstopfung gibt, stehen hier zahlreiche Alternativen zur Verfügung.


Auch bei allergischen Reaktionen auf der Haut kann Aloe-Vera-Gel für Besserung sorgen. Hautallergien äußern sich häufig in Form von Juckreiz, Rötungen, Ausschlag und Schwellungen. Aloe-Vera-Gel kann diese Symptome lindern, den Juckreiz nehmen und die Entzündungen hemmen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Empfindliche Menschen sollten eine Behandlung mit Aloe-Vera-Gel zuvor mit dem Arzt absprechen.
Beispielsweise haben die Enzyme Amylase eine Auswirkung auf die Verdauung, sodass dieses Enzym auch als Verdauungsenzym zu bezeichnen ist. Die Enzyme Bradykinase wirken entzündungshemmend und analgetisch, außerdem stimulieren sie das Immunsystem und stärken die Abwehrkräfte. Die Enzyme Katalase verhindern, dass sich Wasserstoffperoxide im Gewebe des Körpers ansammeln. Gleichzeitig wirken die Lipase fettspaltend im Organismus, vor allem im Verdauungstrakt. Für die Energiegewinnung der Muskelzellen sind die Creatine zuständig, Protease wirken eiweißspaltend und gehören ebenfalls zu den Verdauungsenzymen.
Bei Verdauungsbeschwerden wie Verstopfungen kann Aloe-Vera-Saft für die Behandlung hilfreich sein. Aloe-Vera-Saft enthält Anthranoide und die Substanz Aloin. Anthranoide können die Durchlässigkeit der Darmwand beeinflussen. Dadurch kann die Darmschleimhaut weniger Salz und Wasser aufnehmen, so dass sich das Salzwasser im Darm ansammelt und für einen abführenden Effekt sorgt.
Die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften des Aloe-Vera-Gels eignen sich auch hervorragend zur Pflege der Kopfhaut. Besonders Menschen mit trockener Kopfhaut und Schuppen profitieren von der pflegenden und beruhigenden Wirkung des Gels. Bei entzündeten Stellen ist das Gel ebenfalls wirksam. Zur Pflege der Kopfhaut sollte das Gel einige Stunden vor der Haarwäsche in die Kopfhaut massiert werden.
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Eine Besonderheit der wildlebenden Aloe vera ist, dass sie monatelang ohne Regen auskommen kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie in ihren fleischigen, mit Dornen versehenen Blättern unglaublich viel Wasser speichern kann, wovon sie in den Dürreperioden zehrt. Je länger die Trockenzeit anhält, desto mehr schrumpft die Aloe vera zusammen, wenn es dann aber wieder regnet, plustert sie sich regelrecht auf. Diese Speicherkapazität ist auf eine gelartige Struktur im Inneren der Blätter zurückzuführen. Dieses sogenannte Aloe vera Gel hilft der Pflanze zudem, sich selbst zu heilen, indem es ihre Wunden (z. B. Schnitte) schrumpfen lässt und versiegelt.
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