So enthält das Aloe vera Gel mitunter ätherische Öle, Saponine, Tannine und Salicylsäure, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken, und Sterole, die zudem den Cholesterinspiegel natürlich senken können. Im Aloe vera Saft finden sich hingegen Anthraglykoside (an Zucker gebundene Anthrachinone), die eine abführende Wirkung haben. Dazu zählt auch der Wirkstoff Aloin, worauf wir nun etwas näher eingehen möchten.
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Wichtigste Art dieser großen Pflanzengattung ist Aloe vera, die als Echte Aloe, Aloe Vera oder auch als Wüstenlilie bekannt ist. Die immergrüne Staude ist in den Subtropen und Tropen weit verbreitet und wird als Nutzpflanze kultiviert. Die Sukkulente bildet Gruppen und Schößlinge. Ihre fleischigen grau-grünen Blätter sind in dichten Rosetten angeordnet und am Rand auffällig gezähnt. Die reine Art bildet gelbe röhrige Blüten aus und ist recht selten im Handel zu finden. Verbreiteter ist die Unterart Aloe vera var. officinalis, die durch orangefarbene Blütenstände, weichere Blätter und weiße Blattflecken auffällt.
Der Saft der Pflanze soll in schwacher Dosierung den Abfluss der Menstruation steigern, der frische Saft äußerlich bei geringfügigen Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen angewendet zur Milderung der Symptome führen. Da die in ihm enthaltenen Substanzen Gebärmutterreaktionen stimulieren können und sich in der Muttermilch anreichern, soll er während der Schwangerschaft und des Stillens vermieden werden.[9]
Im Rahmen einer Studie an 60 Krebspatienten mit einem durchschnittlichen Alter von 52 Jahren wurde sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von strahlenbedingter Dermatitis die Wirkung von Aloe Vera untersucht. (Quelle: „Haddad P, Amouzgar-Hashemi F, Samsami S, Chinichian S, Oghabian MA.Aloe vera for prevention of radiation-induced dermatitis: a self-controlled clinical trial. Curr Oncol. 2013 Aug;20(4):e345-8.“)
An der Studie nahmen 30 Patienten mit Verbrennungen zweiten Grades teil. Prof. Khorasani und sein Team behandelten bei jedem Patienten eine Verbrennung mit Silbersulfadiazin und eine andere mit reinem Aloe-vera-Puder. All jene Brandwunden, die mit Aloe vera therapiert wurden, heilten drei Tage schneller als jene, die mit Silbersulfadiazin behandelt wurden (8).
Bio-Qualität ist ein Muss. Zwar ist die subtropische Pflanze selbst nicht anfällig für Schädlinge, so dass Pestizide nicht erforderlich sind. Doch werden bei Bio-Feldern diese nicht mit Herbiziden von Unkraut befreit, die Pflanzen werden nicht kunstgedüngt, möglicherweise wird auf Mischkultur geachtet und die Verarbeitung verläuft insgesamt so schonend wie möglich (13).
Da die Aloe vera aus den Tropen beziehungsweise Subtropen stammt, liebt sie einen warmen, vollsonnigen Standort. Als Zimmerpflanze für die direkte Sonne braucht sie einen Platz an einem hellen und sonnigen Südfenster oder, besser noch, im Wintergarten. Der Boden sollte mineralisch, eher humusarm und nährstoffreich sein, allerdings nicht zu feucht. Sandhaltige und gut wasserdurchlässige Erden sind ideal, da Staunässe häufig zu Fäulnisschäden führt. Fertige Kakteen- oder Sukkulentenerden sind gut für die Pflanze geeignet.
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