Bei schmerzhaften Einrissen im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag. In der Schwangerschaft sollte darauf allerdings in jedem Fall verzichtet werden, da der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen und zu einer Fehlgeburt führen kann (5). Da es jedoch viele andere natürliche und gleichzeitig auch gesunde Mittel gegen Verstopfung gibt, stehen hier zahlreiche Alternativen zur Verfügung.
Auch bei Insektenstichen kann Aloe-Vera-Gel für Linderung sorgen. Das kühlende Gel kann den Juckreiz mindern und die Entzündung abklingen lassen. Es kann direkt auf den Stich aufgetragen werden und wird nicht abgewaschen. Eine besonders gute Wirkung entfaltet das Gel, wenn es gekühlt aufgetragen wird. Die Lagerung im Kühlschrank ist darum empfehlenswert.

Die Ägypter machten später die alten Griechen auf die Heilpflanze aufmerksam, Alexander der Große ließ mit dem Saft der Pflanze die Verletzungen seiner Kämpfer behandeln. Auch im asiatischen Raum wurde die Pflanze durch arabische Händler verbreitet und gelang von hier aus nach Indien sowie Japan. Etwa im 10. Jahrhundert gelangte die Aloe Vera schließlich nach Großbritannien und konnte sich ihren Weg von hier aus durch ganz Europa bahnen. Von den Spaniern wurde sie dann wiederum nach Süd- und Mittelamerika gebracht.
Die Aloe vera wird im Deutschen auch als Echte Aloe oder Bitterschopf bezeichnet. Der botanische Gattungsname Aloe entstammt dem arabischen Sprachraum und bedeutet "bitter", was auf den Geschmack der Blätter zurückzuführen ist. Vera ist lateinisch und bedeutet "wahr" oder "echt". Um eine bittere Wahrheit handelt es sich bei der Pflanze allerdings nicht, denn den rund 250 Arten der Gattung Aloe werden heilende Kräfte zugeschrieben. Schon seit der Antike wird der Saft aus ihren Blättern zur Hautpflege und als wirksames Heilmittel gegen Hauterkrankungen eingesetzt. Ursprünglich stammt die Pflanze wohl aus dem Gebiet der arabischen Halbinsel, wurde allerdings über die Jahrhunderte in nahezu alle Länder exportiert. Wo sie wegen der winterlichen Fröste nicht im Freien gedeihen kann, ist sie eine gern gesehene Zimmer- oder Kübelpflanze.
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