Zudem sollte man bei Deklarationen wie "100 Prozent Aloe Vera" genau hinsehen: Angaben fertiger Aloe Vera-Produkte wie Salben oder Säfte bieten oft keine Informationen darüber, ob das Blattgel getrocknet, zu Pulver verarbeitet oder als Konzentrat hinzugefügt wurde. Die Etiketten der Aloe Vera-Produkte sollten alle Inhaltsstoffe vollständig erläutern, bei einem Hinweis auf den Zusatz "Wasser" (lat. aqua) handelt es sich um ein Extrakt.
Die gut geschützten Wirkstoffe der Aloe Vera Pflanze liegen im Blattinneren, eingebettet in ein Gel, das zum großen Teil aus Wasser besteht. Der wichtigste Wirkstoff ist das Polysaccharid Acemannan. Es ist eine langkettige Zuckerform, ein lebensnotwendiges Kohlenhydrat – auch für den Menschen. Dieser produziert Acemannan nämlich nur bis zur Pubertät, danach muss es über die Nahrung zugeführt werden.
Verbringt die Pflanze im Verlauf der winterlichen Wachstumsruhe 4-5 Wochen bei kühlen 10 bis 13 Grad, trägt diese Vorkehrung maßgeblich zu einer üppigen Blüteninduktion bei. Gießen Sie während der Vegetationspause lediglich ein bis zwei Mal im Monat und verabreichen Sie keinen Dünger. Alle 2 bis 3 Jahre topfen Sie die exotische Blume im zeitigen Frühjahr um in einen größeren Topf.
In mehreren präklinischen Studien zeigte sich bei der Anwendung von Aloe-Vera-Präparaten unterschiedlicher Darreichungsformen eine blutzuckersenkende Wirkung. Jedoch gibt es auch andere Studien, in denen keine Änderungen feststellbar waren. (Quelle: „Reynolds, T.; Dweck, A.C. Aloe vera leaf gel: a review update. J. Ethnopharmacol. 1999, 68, 3-37.“)
Die Heilkraft der Aloe Vera steckt im gelartigen Pflanzensaft der sukkulenten Blätter. Sie werden von 2 bis 3 Jahre alten Pflanzen geerntet. Man empfiehlt die unteren Blätter am Stängelansatz abzuschneiden. Aus der Schnittwunde tropft der wirksame Aloe-Saft, der in einem Glas aufgefangen wird. Bei kleinerem Bedarf können auch Teile vom Blatt abgeschnitten werden. Dabei trocknet die Schnittwunde ein und kann braun werden. Aus diesem Grunde sollten vorzugsweise untere Blätter verwendet werden. Die Ernte der Aloe kann ganzjährig erfolgen.
Für den Menschen sind die Vitamine und Nährstoffe ein wichtiger Bestandteil des Lebens und der Gesundheit. Sie erhalten den Stoffwechsel aufrecht und sorgen für gesunde Funktionen des Organismus. So ist beispielsweise das in der Aloe enthaltene Vitamin B1 wichtig für den Energiehaushalt, während das Vitamin B an Entgiftungsvorgängen beteiligt ist. Vitamin B 6 ist weiterhin für die Synthese des Hämoglobins verantwortlich, B12 sorgt für gesunde Zellteilung der Knochen. Vitamin E macht freie Radikale unschädlich und schützt die Zellen. Auch rheumatische Probleme können gelindert werden, während das Herz- und Kreislaufsystem von der Aloe profitiert. Vitamin A hilft beim Sehen und bildet rote Blutkörperchen und Sexualhormone. Auch für Haut und Schleimhäute ist die Aloe, bzw. die enthaltenen Vitamine, wichtig.
Aloe Vera ist eine typische Sukkulente. Sie hat einen mäßigen bis geringen Wasserbedarf. Gegossen wird die immergrüne Pflanze erst, wenn sich der Boden trocken anfühlt. Während der Wachstumsphase erhält sie mäßig Wasser, in der Ruhephase wird sie nur noch schwach gegossen. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht übernässt wird. Das bedeutet konkret, dass ein guter Wasserabzug besteht und sich kein Wasser im Untersetzer sammelt. Die Wurzeln der Aloe reagieren auf eine Überversorgung mit Wasser sehr empfindlich. Längere Trockenheit übersteht die Pflanze, wenn jedoch die Blattspitzen trocken werden und ältere Blätter absterben, ist dringender Handlungsbedarf. Es ist ratsam, die Aloe Vera häufiger mit kleinen Wassergaben zu versorgen als seltener mit einer großen Wassermenge.
Die Aloe vera ist ein sogenanntes Grasbaumgewächs, auch wenn ihre äußere Erscheinung mit den fleischig-stacheligen Blättern eher an Kakteen oder Agaven erinnert. Sie wächst ohne Stamm in schwerer nährstoffreicher Erde und bildet rosettenartig angeordnete Blätter aus. Sie sind wie bei allen sukkulenten Pflanzen dick und fleischig. Sie laufen spitz zu und besitzen bedornte Blattränder. Die Pflanzen erreichen in Höhe und Durchmesser je nach Standort bis zu 60 Zentimeter. Im Januar bildet die Aloe vera zwischen den Blättern einen lang gestielten Blütenstand. Er wächst senkrecht nach oben und bildet manchmal ein bis zwei Seitenzweige. An den Enden sitzen je nach Sorte gelbe, rote oder orangefarbene Röhrenblüten, die rings um den Stängel in Trauben angeordnet sind.
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