Verbrachte die tropische Pflanze den Sommer unter freiem Himmel, siedelt sie im Herbst um ins geschützte Haus auf die Fensterbank oder in den Wintergarten. Spätestens wenn die Quecksilbersäule die 10-Grad-Marke unterschreitet, ist Umzugszeit. Eine kühle Überwinterung bei 10 bis 13 Grad Celsius am hellen Standort wirkt sich förderlich auf die ersehnte Blüteninduktion aus. Gedüngt wird von November bis Februar nicht. Gießen beschränkt sich auf gelegentliche Wassergaben von ein bis zwei Mal im Monat.
Eine weitere Studie an 45 Patienten mit metabolischem Syndrom wurde placebo-kontrolliert durchgeführt und zeigte die Wirkung von zwei unterschiedlich zusammengesetzten Präparaten mit Aloe Vera auf den Glukosestoffwechsel. Nach einem Zeitraum von acht Wochen konnte sich bei beiden Präparaten eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel feststellen lassen. So ging das HbA1c zurück und auch beim Nüchtern-Blutzucker sowie im Glukosetoleranztest konnten positive Effekte beobachtet werden. (Quelle: „Devaraj S, Yimam M, Brownell LA, Jialal I, Singh S, Jia Q. Effects of Aloe vera supplementation in subjects with prediabetes/metabolic syndrome. Metab Syndr Relat Disord. 2013 Feb;11(1):35-40.“) Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass die Wirkungen von Aloe Vera ja nach Herkunft und Verarbeitung sehr unterschiedlich ausfallen können.
Aloe-Vera-Saft sollte allerdings nur für einen begrenzten und möglichst kurzen Zeitraum zum Einsatz kommen. Darüberhinaus sollte die Einnahme von Aloe Vera als Abführmittel zuvor mit einem Arzt abgesprochen werden, da es sich in diesem Fall um ein Arzneimittel handelt. In herkömmlichen Aloe-Vera-Produkten sollten Stoffe wie Anthranoide und Aloin normalerweise nicht enthalten sein. Die abführende Wirkung fällt somit weg.
In einer im Indian Journal of Palliative Care veröffentlichten Studie wurde untersucht, wie sich das Aloe vera Gel auf strahlenbedingte Hautveränderungen auswirkt. Zu den Probanden zählten 57 Patienten mit Kopf- oder Halstumoren, die eine Strahlentherapie erhielten. Während die Testgruppe täglich äusserlich mit dem Gel versorgt wurde, bekam die Kontrollgruppe lediglich die Standardbehandlung (10).
Inzwischen kann man die Aloe sogar schon online in diversen Pflanzenshops kaufen. Dort sind sie mit einer Höhe von etwa 40 Zentimetern und mit einem 10 Zentimeter Topf für rund 7-8 Euro erhältlich. Größere Pflanzen kosten beinahe das Doppelte. Ob eine junge oder alte Pflanze einziehen soll, bleibt einem selbst überlassen. Ehe man eine Aloe jedoch ernten kann, können rund fünf Jahre vergehen.

Das zeitige Frühjahr ist der beste Termin, die Aloe vera Pflanze in einen größeren Kübel umzupflanzen. In Anbetracht des gemächlichen Wachstums, ist diese Pflegemaßnahme lediglich alle 2-3 Jahre erforderlich. Verwenden Sie frische Sukkulentenerde mit Lavagranulat (10,95€ bei Amazon*) als Substrat und fügen Sie über dem Wasserablauf im Boden eine Drainage ein. In den ersten drei Wochen nach dem Umpflanzen sollte die Pflanze nicht unter direkte Sonneneinstrahlung geraten.


Bei schmerzhaften Einrissen im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag. In der Schwangerschaft sollte darauf allerdings in jedem Fall verzichtet werden, da der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen und zu einer Fehlgeburt führen kann (5). Da es jedoch viele andere natürliche und gleichzeitig auch gesunde Mittel gegen Verstopfung gibt, stehen hier zahlreiche Alternativen zur Verfügung.
Je nach verwendeten Topfsubstrat, sind Aloe-Pflanzen alle zwei bis fünf Jahre umzutopfen. Humose Topferden zersetzen sich und es dringt weniger Luft an die Wurzeln. Wird für die Kultur der Heilpflanze sehr durchlässige Erde verwendet, können die Pflanzen längere Zeit im Topf gehalten werden. Das Umtopfen wird dann notwendig, wenn die Aloe sogenannte Kindel bildet und der Topf zuwuchert. Das Umpflanzen lässt sich am besten im Zuge der Vermehrung durchführen. 
Beispielsweise haben die Enzyme Amylase eine Auswirkung auf die Verdauung, sodass dieses Enzym auch als Verdauungsenzym zu bezeichnen ist. Die Enzyme Bradykinase wirken entzündungshemmend und analgetisch, außerdem stimulieren sie das Immunsystem und stärken die Abwehrkräfte. Die Enzyme Katalase verhindern, dass sich Wasserstoffperoxide im Gewebe des Körpers ansammeln. Gleichzeitig wirken die Lipase fettspaltend im Organismus, vor allem im Verdauungstrakt. Für die Energiegewinnung der Muskelzellen sind die Creatine zuständig, Protease wirken eiweißspaltend und gehören ebenfalls zu den Verdauungsenzymen.
Die Untersuchungen ergaben, dass die Anwendung von Aloe vera Gel bereits nach zwei Tagen zu einer signifikanten Hemmung des UV-induzierten Erythems (Rötung der Haut) führte und besser wirkte als das Hydrokortison, das ungünstige Nebenwirkungen wie Juckreiz, Brennen, Hautreizungen bis hin Hautschädigungen mit sich bringen kann. Dr. Stump kam zum Schluss, dass das Aloe vera Gel eine sehr gute Alternative zu einer Kortison-Therapie darstellt – zumal das Aloe vera Gel überdies antimikrobiell und entzündungshemmend wirkt, wie iranische Wissenschaftler bestätigten. Diese stellten ausserdem fest, dass Aloe vera zu einem Zellvermehrungseffekt führt, was erklärt, warum die Wüstenlilie auch bei schweren Brandwunden so gut Heilprozesse beschleunigen kann (6).

Die Aloe vera wird auf fünf Kontinenten in allen subtropischen und tropischen Regionen kultiviert. Pro Jahr werden Hunderttausende Tonnen Aloe-vera-Blätter geerntet, aus denen das begehrte Gel gewonnen wird, das mittlerweile in zahllosen Produkten zu finden ist – ob Kosmetika, Lebens- sowie Nahrungsergänzungsmitteln, Matratzen, Slipeinlagen oder Waschpulver.
Die gut geschützten Wirkstoffe der Aloe Vera Pflanze liegen im Blattinneren, eingebettet in ein Gel, das zum großen Teil aus Wasser besteht. Der wichtigste Wirkstoff ist das Polysaccharid Acemannan. Es ist eine langkettige Zuckerform, ein lebensnotwendiges Kohlenhydrat – auch für den Menschen. Dieser produziert Acemannan nämlich nur bis zur Pubertät, danach muss es über die Nahrung zugeführt werden.
Der Aloe vera Saft befindet sich zwischen der grünen Blattrinde und dem transparenten Gel. Er tritt dann aus, sobald ein Blatt verletzt oder abgeschnitten wird und enthält den bereits erwähnten Wirkstoff Aloin. Hierbei handelt es sich um eine zähflüssige und sehr bitter schmeckende Substanz, welche die Aloe-Pflanze vor Fressfeinden schützt. Früher war es üblich, das Aloin aus den Blättern zu extrahieren, zu einer kristallinen Masse einzukochen und als starkes Abführmittel einzusetzen.
Aloe vera wächst stammlos oder mit kurzen Stämmen, ist sprossend und bildet dichte Gruppen. Der Stamm erreicht einen Umfang von bis zu 30 Zentimeter. Die etwa 16 lanzettlich-verjüngten Laubblätter sind dicht rosettig am Stamm angeordnet. Ihre 40 bis 50 Zentimeter lange und 6 bis 7 Zentimeter breite Blattspreite ist graugrün und manchmal rötlich überhaucht. Die Blattoberfläche ist glatt. An den leicht rosafarbenen Rändern befinden sich im Abstand von 10 bis 20 Millimetern etwa 2 Millimeter lange, feste bleiche Zähne. Der getrocknete Blattsaft ist gelb.
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