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Aloe Vera wird als Wunderwaffe gegen Krankheiten gehandelt, doch den Versprechungen sollte man (besonders bei ernsten Erkrankungen) mit Skepsis begegnen. Im Tierversuch konnten die heilenden Wirkungen der Aloe Vera zwar nachgewiesen werden, verschiedene klinische Anwendungen am Menschen belegen bislang aber lediglich eine wahrscheinliche positive Wirkung bei Hautkrankheiten. Dies gilt vor allem bei Sonnenbrand und Verletzungen der Haut.
Bei der Verwendung von Aloe-Vera-Produkten oder dem Kauf von Aloe-Vera-Pflanzen sollte man darum unbedingt zu der Gattung Aloe Vera Barbadensis Miller greifen. Diese besitzt circa 50 Zentimeter lange und dicke Blätter, die am Rad gezähnt sind. Die rundlichen Blüten sind gelb bis orange gefärbt. Im Innern der Blätter findet sich das Blattmark, das besser als Aloe-Vera-Gel bekannt ist. Dieses findet in zahlreichen Körperpflegeprodukten Anwendung.
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung als Aloe perfoliata var. vera wurde 1753 von Carl von Linné vorgenommen.[3] Nicolaas Laurens Burman erhob die Varietät 1768 in den Rang einer Art.[4] Philip Miller schlug im selben Jahr den Namen Aloe barbadensis vor und verwies dabei auf den von Caspar Bauhin bereits 1620 verwendeten Namen Aloe vulgaris.[5] Aufgrund der späteren Veröffentlichung Millers hat der Artname Aloe vera Priorität vor dem Namen Aloe barbadensis.
Braune Spitzen bei der Aloe Vera bedeuten in den meisten Fällen, dass sie zu viel Wasser abbekommen hat. Dies passiert schnell, wenn sich Wasser unten im Topf sammelt und die Aloe längere Zeit dieser Wassermenge ausgesetzt ist. Die satte, grüne Farbe kann die Aloe nur dann behalten, wenn sie diverse Trockenphasen bekommt, zu viel Wasser lässt die Blätter verfärben. Eigentlich eine sehr leicht zu pflegende Pflanze, die auch mal im Sommer eine Woche Urlaub ohne Nachgießen übersteht.
Im Rahmen einer Metaanalyse konnte die Behandlung von Verbrennungswunden mit Aloe Vera und die daraus resultierenden Vorteile dokumentiert werden. Die Bewertungskriterien wurden von vier kontrollierten klinischen Studien mit insgesamt 371 Probanden erfüllt, als Messparameter wurde die Behandlungsdauer festgelegt. Das Ergebnis der Untersuchung: Im Vergleich zu einer konventionellen Behandlung konnte die Behandlungsdauer mit Aloe Vera um neun Tage reduziert werden. (Quelle: „Maenthaisong R, Chaiyakunapruk N, Niruntraporn S, Kongkaew C. The efficacy of Aloe vera used for burn wound healing: A systematic review. Burns. 2007;33:713–18.“)
So gelangte sie unter anderem nach Indien bis hin ins ferne Japan, wo die Samurai ihre Körper vor Kämpfen mit dem Gel eingerieben haben sollen, um unverwundbar zu werden. Im 10. Jahrhundert soll die heilende Pflanze schliesslich in Grossbritannien ihren Siegeszug fortgesetzt haben, von wo aus sie sich ihren Weg durch ganz Europa bahnte und von den Spaniern nach Süd- und Mittelamerika gebracht wurde (1).
Um die gehaltvollen Blätter zu ernten oder den harmonischen Habitus der Pflanze zu bewahren, ist ganzjährig ein Schnitt möglich. Mit einem scharfen, desinfizierten Messer schneiden Sie die äußeren Blätter lediglich ein wenig an, um sie anschließend herauszudrehen. Auf diese Weise halten Sie die Wunde möglichst klein. Bestäuben Sie die offene Gewebewunde noch mit Holzkohlepulver, um sie zu versiegeln. Achten Sie beim Schneiden einer Aloe vera auf die bewehren Ränder der Blätter und schützen sich mit Handschuhen vor Verletzungen.

Das Interessante: Der in der Aloe Vera vorkommende Hauptwirkstoff Acemannan kann bis zur Pubertät vom Körper selbst gebildet werden, danach muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Eingelagert wird es in allen Zellmembranen des Körpers, wo es eine Immunstärkung bewirken kann. Zudem stellt Acemannan die Grundlage für Zellen sowie Gefäßwände, Sehnen, Knorpel, Bänder und Gelenke sowie das Grundgerüst der Knochen dar und sorgt für das Vorhandensein von ausreichend Gelenkschmiere.
Die Echte Aloe ist offizinelle Stammpflanze von Aloe, eine aus dem Blattsaft durch Eindampfen bis zur Trocknung gewonnene pharmazeutische Droge. Der Saft fließt nach dem Abschlagen der Blätter an der Basis der Pflanze spontan aus. Durch langsames, schonendes Eindampfen an der Sonne oder im Vakuum entsteht der mattbraune Aloe-hepatica-Typ („Leberaloe“), durch rasches, strapazierendes Eindampfen entsteht der tiefbraune, glasige Aloe-lucida-Typ mit glänzenden Bruchflächen. Die aus der Echten Aloe gewonnene „Curaçao-Aloe“ enthält als wesentlichen Inhaltsstoff den 1,8-Dihydroxyanthracen-Abkömmling Aloin (25 bis 40 %,[6] bzw. 35 bis 38 %[7]), welches ein Diastereomerengemisch aus Aloin A und Aloin B darstellt. Weiterhin enthalten sind die Anthranoide Aloeemodin und Chrysophanol sowie das bitterschmeckende Polyketid Aloeresin (hauptsächlich Aloeresin B). Charakteristisch ist das Vorkommen von 7-Hydroxyaloin A und B, das der Abgrenzung gegenüber der Kap-Aloe dient. Aloinoside fehlen weitgehend.[7][8]
An der Studie nahmen 30 Patienten mit Verbrennungen zweiten Grades teil. Prof. Khorasani und sein Team behandelten bei jedem Patienten eine Verbrennung mit Silbersulfadiazin und eine andere mit reinem Aloe-vera-Puder. All jene Brandwunden, die mit Aloe vera therapiert wurden, heilten drei Tage schneller als jene, die mit Silbersulfadiazin behandelt wurden (8).
Darüberhinaus soll die wirkungsvolle Wüstenpflanze das Hautbild verjüngen. Das Gel polstert die Haut durch seine stark feuchtigkeitsspendende Wirkung auf und glättet sie. Das Erscheinungsbild von Trockenheitsfältchen kann so vermindert werden. Dabei kann das Gel auch auf die empfindliche Augenpartie aufgetragen werden. Aufpassen sollte man, wenn das Gel Alkohol oder andere stark reizende Konservierungsmittel enthält. Das Gel sollte in diesem Fall besser nur punktuell aufgetragen werden.
Wenn Sie unter einer Erkrankung leiden, fragen Sie sicherheitshalber Ihren Arzt, bevor Sie Aloe Vera Saft trinken. Bei einigen Diabetes- und Herzmedikamenten könnte es zu Wechselwirkungen kommen. Zudem kann die Aufnahme der Wirkstoffe gehemmt werden, wenn der Aloe vera Saft Durchfall verursacht. Wird der Saft direkt wieder ausgeschieden, wird die Wirkung demnach beeinträchtigt.

Auch zur Behandlung sonnengeschädigter Haut kommt Aloe Vera zum Einsatz. Das Gel der Pflanze hat eine kühlende Wirkung und kann gereizte Haut beruhigen. Eine Studie der Universität Freiburg untersuchte die Wirkung von Aloe-Vera-Gel bei Sonnenschäden und verglich sie mit der Wirkung herkömmlicher Kortison-Präparate. Dabei konnte das Gel die Rötung nach einer Einwirkzeit von 48 Stunden stark reduzieren. Es zeigte sogar eine bessere Wirkung als ein Kortison-Präparat mit 1 Prozent Hydrokortison. Aloe-Vera-Gel stellt somit eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Präparaten bei Sonnenbrand dar.
Reines Aloe-Vera-Gel kannst du bedenkenlos verzehren. Wenn du eine Pflanze der Sorte Aloe Vera Barbadensis Miller hast, kannst du das Gel aus dem frischen Blatt nehmen. Sei dabei aber besonders vorsichtig, damit du das Gel nicht mit den Anthranoiden aus der Schale verunreinigst. Obwohl der Verzehr von Aloe Vera mit einigen positiven Effekten verbunden ist, finden sich doch viele der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe auch in anderen Gemüse- und Obstsorten.
Ein Beispiel hierfür ist die einzigartige LR Produktlinie auf Basis der Aloe Vera Barbandensis, einer  seit tausend Jahren bekannten Pflanze mit positiven Eigenschaften. Von der LR Aloe Vera Zahncreme, dem bekannten LR Aloe Vera Emergency Spray über LR Aloe Vera Creme Konzentrat bzw. Propolis bis hin zu den Aloe Vera Life Essences Freedom, Pfirsisch, Honig oder Sivera hat der Hersteller LR aus Ahlen eine umfangreiche Produktserie rund um diese berühmte Pflanze kreiert. Wenn  Sie die Produkte der Firma LR kennenlernen möchten,können Sie sich hier im LR Shop einzelne Produkte bestellen.
Eine Besonderheit der wildlebenden Aloe vera ist, dass sie monatelang ohne Regen auskommen kann. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie in ihren fleischigen, mit Dornen versehenen Blättern unglaublich viel Wasser speichern kann, wovon sie in den Dürreperioden zehrt. Je länger die Trockenzeit anhält, desto mehr schrumpft die Aloe vera zusammen, wenn es dann aber wieder regnet, plustert sie sich regelrecht auf. Diese Speicherkapazität ist auf eine gelartige Struktur im Inneren der Blätter zurückzuführen. Dieses sogenannte Aloe vera Gel hilft der Pflanze zudem, sich selbst zu heilen, indem es ihre Wunden (z. B. Schnitte) schrumpfen lässt und versiegelt.
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