Die Heilkraft der Aloe Vera steckt im gelartigen Pflanzensaft der sukkulenten Blätter. Sie werden von 2 bis 3 Jahre alten Pflanzen geerntet. Man empfiehlt die unteren Blätter am Stängelansatz abzuschneiden. Aus der Schnittwunde tropft der wirksame Aloe-Saft, der in einem Glas aufgefangen wird. Bei kleinerem Bedarf können auch Teile vom Blatt abgeschnitten werden. Dabei trocknet die Schnittwunde ein und kann braun werden. Aus diesem Grunde sollten vorzugsweise untere Blätter verwendet werden. Die Ernte der Aloe kann ganzjährig erfolgen.
Halten alle Pflegemaßnahmen rund um die Pflanze einer kritischen Prüfung stand und dennoch bleibt die Blüte aus? Dann haben Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine sehr junge Aloe vera vor sich. In den ersten 3 bis 4 Lebensjahren sammelt die Blume die nötigen Kräfte, um die imposante Blüte hervorzubringen. Behalten Sie die fachgerechte Pflege bei, einschließlich einer 4-wöchigen Winterruhe bei 10-13 Grad Celsius, wird die Pflanze Sie bald mit einem ersten Blütenstand überraschen.
Aufzeichnungen der alten Ägypter und Sumerer können belegen, dass die Aloe Vera bereits von mehr als 5.000 Jahren im medizinischen Bereich zum Einsatz kam. Von den alten Ägyptern wurde die Aloe Vera auch als „Pflanze der Unsterblichkeit“ und „Blut der Götter“ bezeichnet. Zur Hautpflege kam das wohltuende Aloe-Vera-Gel der bereits bei Nofretete und Kleopatra zur Anwendung.
Die Aloe vera Pflanze sorgt aus eigener Kraft für Nachwuchs, indem sie in Wurzelnähe Kindel sprießen lässt. An einer adulten Blume gedeihen bei guter Pflege gleich mehrere Tochterpflanzen. Diese schneiden Sie ab einer Wuchshöhe von 10 bis 15 cm mit einem scharfen, desinfizierten Messer ab. Daraufhin füllen Sie Anzuchttöpfe (9,39€ bei Amazon*) mit Kakteenerde, um die Winzlinge darin zu pflegen, bis sie ein eigenes Wurzelsystem entwickelt haben. Für diesen Prozess nimmt sich eine junge Aloe vera bis zu 3 Monate Zeit, die sie an einem halbschattigen, warmen Standort verbringt.
Räumen Sie die Echte Aloe frühzeitig ins Winterquartier, denn schon Temperaturen ab vier Grad können die Pflanze schädigen. Die kalte Jahreszeit verbringt die Aloe vera am besten in einem hellen, nicht zu stark beheizten Wintergarten bei rund 15 Grad. Alternativ eignet sich auch ein helles Südfenster in einem kühlen Raum. Gießen Sie die Pflanze während der Wintermonate sehr sparsam – eine Wassergabe alle vier bis sechs Wochen ist ausreichend. Auch gedüngt wird im Winter nicht. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit die Pflanze Blüten bilden kann. Sobald die Blütentriebe erscheinen, kann sie wieder wärmer stehen.
Angesichts der widersprüchlichen Ergebnisse zeigt sich, dass noch weitere Untersuchungen folgen müssen. Es kam vermutlich aufgrund der Stabilität der Wirkstoffe in der Aloe Vera zu unterschiedlichen Ergebnissen, ein wichtiger Faktor dafür scheint vermutlich der Zeitpunkt der Ernte der Pflanze zu sein. Dieser wiederum hat scheinbar Einfluss auf die Wirkstoffaktivität.
Für deine DIY-Leave-in-Kur brauchst du nur zwei Esslöffel Aloe Vera, zwei Esslöffel Wasser und etwas ätherisches Öl deiner Wahl. Wir empfehlen dir Rosmarinöl, da es eine sehr positive Wirkung auf die Haarstruktur hat. Vermische die Zutaten in einer Schale und rühre so lange mit einem Löffel, bis eine glatte Flüßigkeit entsteht. Die Leave-In-Kur kannst du (wie der Name schon sagt) nach dem Auftragen einfach im Haar lassen.
Aloe-Vera-Pflanzen können unterschiedlich verarbeitet werden. Während das Gel hauptsächlich aus dem Blattmark besteht, entsteht der Saft häufig aus den ganzen Blättern. Bei den freiverkäuflichen Produkten sollten die abführenden Stoffe zuvor herausgefiltert werden. So können allerdings auch andere wertvolle Wirkstoffe verloren gehen. Besser ist, wenn das Blattmark zuvor von der grünen Schale getrennt und separat behandelt wird. Dieses ist jedoch sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff und muss darum innerhalb von kürzester Zeit weiterverarbeitet werden.
Reife Aloe Vera kann geerntet und “entsaftet” werden. Wer jedoch seine Pflanze selbst angebaut hat oder sich für eine sehr kleine und junge Pflanze entschieden hat, der wird rund fünf Jahre auf die erste Ernte warten müssen. Erst dann lohnt sich diese auch, denn es braucht eine gewisse Zeit, ehe die Wirkstoffe in der Aloe vollständig gereift sind. Wem das zu lange dauert, der kann sich von Anfang an ausgewachsene Aloe Vera Pflanzen kaufen. Diese besitzen im besten Fall schon sehr dicke Blätter. Wer das Gel ernten möchte, der muss die größten Blätter der Pflanze mit einem Messer ab Boden abschneiden. Im Anschluss werden die Blätter gewaschen und senkrecht in ein höheres Gefäß gestellt. Bei einer reifen Aloe fließt das Gel von alleine ab. Ist möglichst viel Gel ausgelaufen, so müssen die Blätter erneut gewaschen und getrocknet werden. Dann kann man die äußere Wachsschicht der Aloe entfernen und das restliche Gel herausholen.
Die Aloe vera wird im Deutschen auch als Echte Aloe oder Bitterschopf bezeichnet. Der botanische Gattungsname Aloe entstammt dem arabischen Sprachraum und bedeutet "bitter", was auf den Geschmack der Blätter zurückzuführen ist. Vera ist lateinisch und bedeutet "wahr" oder "echt". Um eine bittere Wahrheit handelt es sich bei der Pflanze allerdings nicht, denn den rund 250 Arten der Gattung Aloe werden heilende Kräfte zugeschrieben. Schon seit der Antike wird der Saft aus ihren Blättern zur Hautpflege und als wirksames Heilmittel gegen Hauterkrankungen eingesetzt. Ursprünglich stammt die Pflanze wohl aus dem Gebiet der arabischen Halbinsel, wurde allerdings über die Jahrhunderte in nahezu alle Länder exportiert. Wo sie wegen der winterlichen Fröste nicht im Freien gedeihen kann, ist sie eine gern gesehene Zimmer- oder Kübelpflanze.
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