Braune Spitzen bei der Aloe Vera bedeuten in den meisten Fällen, dass sie zu viel Wasser abbekommen hat. Dies passiert schnell, wenn sich Wasser unten im Topf sammelt und die Aloe längere Zeit dieser Wassermenge ausgesetzt ist. Die satte, grüne Farbe kann die Aloe nur dann behalten, wenn sie diverse Trockenphasen bekommt, zu viel Wasser lässt die Blätter verfärben. Eigentlich eine sehr leicht zu pflegende Pflanze, die auch mal im Sommer eine Woche Urlaub ohne Nachgießen übersteht.
Naturreines Aloe-Vera-Gel erhält man ausschließlich durch die Verwendung frischer Blätter. Dazu empfiehlt es sich, eine eigene Pflanze anzuschaffen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es sich um die Sorte Aloe Vera Barbadensis Miller handelt. Das Gel erhält man, indem man die die einzelnen Blätter abschneidet und diese vorsichtig auftrennt. In den Blättern befindet sich das durchsichtige Blattmark, das man als Gel auf der Haut anwenden kann. Am besten nimmt man das Gel vorsichtig mit einem Löffel von den Blättern und bewahrt es im Kühlschrank auf. Da das Gel sehr empfindlich ist, sollte es schnellstmöglich aufgebraucht werden.
Bei schmerzhaften Einrissen im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich kann eine Anwendung des Aloe-Harzes nach Absprache mit dem Arzt jedoch sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Aloin pro Tag. In der Schwangerschaft sollte darauf allerdings in jedem Fall verzichtet werden, da der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen und zu einer Fehlgeburt führen kann (5). Da es jedoch viele andere natürliche und gleichzeitig auch gesunde Mittel gegen Verstopfung gibt, stehen hier zahlreiche Alternativen zur Verfügung.
Die heilsamen Wirkstoffe des Aloe Vera-Gels erhält man aus dem Frischblatt. Allerdings sollte man als Laie das Gel nur zur äußerlichen Anwendung auf die Haut auftragen. Dazu schneidet man bei Bedarf ein Stück des Blattes ab, filetiert das Mark vorsichtig heraus und trägt es auf die betroffene Stelle auf. Kühl gelagert hält sich das Blatt einige Wochen.
Eine Vielzahl von In-vitro-Studien zeigte eine immunmodulierende Wirkung der in der Aloe Vera enthaltenen Polysaccharide. Zu diesen Inhaltsstoffen gehören unter anderem Acemannan und Aloctin A. Allerdings zeigten diese Studien auch, dass für die Aktivierung von Makrophagen eine recht hohe Konzentration von Acemannan notwendig ist. (Quelle: „Im SA, Lee YR, Lee YH, Lee MK, Park YI, Lee S, Kim K, Lee CK. In vivo evidence of the immunomodulatory activity of orally administered Aloe veArch Pharm Res. 2010 Mar;33(3):451-6.“)
Mexiko (Yucatan), Kuba, Brasilien, Afrika sowie die Kanaren sind die ursprüngliche Heimat der Aloe Vera – also alles Länder, in denen die Sommermonate von kaum Regen und einem extrem heißen Klima geprägt sind. Diese erschwerten Lebensbedingungen tragen dazu bei, dass die Aloe Vera umso stärker auf die Bildung von eigenen Nährstoffen und das Befüllen ihrer Feuchtigkeitsspeicher in den Blättern angewiesen ist. Mit zunehmender Dauer einer Trockenzeit schrumpft die Pflanze zusammen, während Regenperioden plustert sie sich regelrecht auf. Die gelartige Struktur im Blattinneren trägt zu dieser hohen Speicherkapazität bei und sorgt zudem für die Wundheilung bei Schnitten an den Blättern.

Das Produktangebot des Unternehmens umfasst den Vertrieb selbst gefertigter Produkte wie Parfüm und kosmetische Pflegeserien sowie Handelswaren wie dekorative Kosmetik, Modeschmuck, Accessoires und Nahrungsergänzungsmittel. Gemäß dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 erfolgt die Produktion der eigenen Kosmetik- und Pflegeartikel ausschließlich am Standort in Ahlen, Nahrungsergänzungsprodukte werden bei externen Zulieferern hergestellt und abgefüllt. Dekorative Kosmetik und Accessoires werden als Handelswaren hauptsächlich aus Südostasien importiert.[3] Am 16. Oktober 2013 eröffnete LR ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Nahrungsergänzungsmittel und Diätprodukte in Ahlen (Nordrhein-Westfalen) mit einer Größe von 320 Quadratmetern[4][5], 2018 folgte die Eröffnung einer 4.000 Quadratmeter großen Produktionsstätte für Aloe Vera-Produkte.[6]

Bedenklich sind vor allem die in Aloe Vera enthaltenen Anthranoide und die Substanz Aloin. Da diese im Verdacht stehen krebserregend und Erbgut schädigend zu wirken, sind Abführmittel mit diesen Stoffen oft nicht mehr im Handel erhältlich. Empfindliche Menschen sollten allgemein auf diese Stoffe verzichten. Von einer Verwendung solcher Präparate ist abzusehen, wenn Beschwerden wie Bauchschmerzen, entzündliche Darmkrankheiten und ein Darmverschluss vorliegt. Die Präparate können diese Beschwerden verstärken und krampfartige Schmerzen in diesem Bereich begünstigen.
Für deine DIY-Leave-in-Kur brauchst du nur zwei Esslöffel Aloe Vera, zwei Esslöffel Wasser und etwas ätherisches Öl deiner Wahl. Wir empfehlen dir Rosmarinöl, da es eine sehr positive Wirkung auf die Haarstruktur hat. Vermische die Zutaten in einer Schale und rühre so lange mit einem Löffel, bis eine glatte Flüßigkeit entsteht. Die Leave-In-Kur kannst du (wie der Name schon sagt) nach dem Auftragen einfach im Haar lassen.
Eines der wichtigsten Hauptanbaugebiete für die Aloe Vera ist mittlerweile Mexiko, hier wird größtenteils auch auf die Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden verzichtet. Die heute noch lebenden Maya-Völker sehen in der Aloe Vera nach wie vor eine Art „Schamanin“ und es hält sich die Überzeugung, dass die heilenden Eigenschaften eng mit der Seele der Pflanze in Verbindung stehen. Deshalb ist es in Mexiko auch noch immer üblich, dass über den Eingangstüren der Häuser und Wohnungen Blätter der Aloe Vera hängen, welche Krankheiten fernhalten sollen.
Die innerliche Anwendung von Aloe Vera kann in Form einer Trinkkur sowie in Kapsel- oder Pulverform erfolgen. Empfohlen wird immer eine Trinkkur, da die Nährstoffvielfalt in Trinkgel wesentlich höher ist.Doch ganz gleich, zu welchem Präparat Sie greifen: Wichtig ist eine hochwertige Verarbeitung der Aloe Vera. Achten Sie deshalb darauf, dass in der gewählten Darreichungsform kein Aloin enthalten ist.Erfolge können Sie mit einer Trinkkur dann erzielen, wenn Sie das Trinkgel langfristig einnehmen. Da es sich bei der Aloe Vera und dem daraus hergestellten Trinkgel um ein absolut natürliches Produkt handelt, sind nachhaltige Erfolge bei kurzzeitiger Einnahme in der Regel nicht zu erwarten. Verwenden Sie deshalb das Getränk über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten täglich.Möchten Sie Aloe Vera einnehmen, sollten Sie die Dosiermenge immer langsam steigern. Beginnen Sie also möglichst nicht sofort mit der maximal empfohlenen Dosis. So lassen sich mögliche Nebenwirkungen vermeiden. Stellen Sie fest, dass Ihr Körper auf die Vitalstoffzufuhr stark reagiert, sollten Sie zudem die Dosis reduzieren.

Reife Aloe Vera kann geerntet und “entsaftet” werden. Wer jedoch seine Pflanze selbst angebaut hat oder sich für eine sehr kleine und junge Pflanze entschieden hat, der wird rund fünf Jahre auf die erste Ernte warten müssen. Erst dann lohnt sich diese auch, denn es braucht eine gewisse Zeit, ehe die Wirkstoffe in der Aloe vollständig gereift sind. Wem das zu lange dauert, der kann sich von Anfang an ausgewachsene Aloe Vera Pflanzen kaufen. Diese besitzen im besten Fall schon sehr dicke Blätter. Wer das Gel ernten möchte, der muss die größten Blätter der Pflanze mit einem Messer ab Boden abschneiden. Im Anschluss werden die Blätter gewaschen und senkrecht in ein höheres Gefäß gestellt. Bei einer reifen Aloe fließt das Gel von alleine ab. Ist möglichst viel Gel ausgelaufen, so müssen die Blätter erneut gewaschen und getrocknet werden. Dann kann man die äußere Wachsschicht der Aloe entfernen und das restliche Gel herausholen.
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung als Aloe perfoliata var. vera wurde 1753 von Carl von Linné vorgenommen.[3] Nicolaas Laurens Burman erhob die Varietät 1768 in den Rang einer Art.[4] Philip Miller schlug im selben Jahr den Namen Aloe barbadensis vor und verwies dabei auf den von Caspar Bauhin bereits 1620 verwendeten Namen Aloe vulgaris.[5] Aufgrund der späteren Veröffentlichung Millers hat der Artname Aloe vera Priorität vor dem Namen Aloe barbadensis.
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