Für die Aloe Vera Pflanze gilt: Warm, trocken und hell. Das bedeutet, dass sich die Pflanze auf einem Fensterbrett am wohlsten fühlt, beispielsweise im Wohnzimmer oder Esszimmer, eher weniger im feuchten Badezimmer. Dort hat sie es in der Regel schön hell, trocken und warm. Natürlich darf die Aloe Vera auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse Platz finden, wichtig ist nur, sie nicht ausschließlich im Schatten stehen zu lassen. Wer seine Pflanze in den Halbschatten stellt, der wird gute Chancen auf ein gelungenes Wachstum haben. Sehr junge Pflanzen vertragen ohnehin keine zu starke oder direkte Sonneneinstrahlung. Wichtig ist, die Aloe Vera Schritt für Schritt an die Temperaturen zu gewöhnen.

Inzwischen kann man die Aloe sogar schon online in diversen Pflanzenshops kaufen. Dort sind sie mit einer Höhe von etwa 40 Zentimetern und mit einem 10 Zentimeter Topf für rund 7-8 Euro erhältlich. Größere Pflanzen kosten beinahe das Doppelte. Ob eine junge oder alte Pflanze einziehen soll, bleibt einem selbst überlassen. Ehe man eine Aloe jedoch ernten kann, können rund fünf Jahre vergehen.
Im Baumarkt oder Gartenfachhandel steht man häufig vor einer breiten Auswahl an Erden. Wer für die Wüstenlilie Aloe Vera reine Blumenerde kaufen möchte, der liegt schon mal falsch. Fertige Kakteen- oder Sukkulentenmischungen hingegen sind bestens geeignet. Auch Erdmischungen aus grobkörnigem Sand, Granatsplit und Perlit eignen sich für die Aloe Vera. Wichtig zu wissen ist, dass die Aloe Vera mit dem richtigen Boden sehr stark austreibt und daher entsprechend Platz benötigt. Soll heißen, dass die Pflanze von Anfang an einen großen Topf benötigt.
Reife Aloe Vera kann geerntet und “entsaftet” werden. Wer jedoch seine Pflanze selbst angebaut hat oder sich für eine sehr kleine und junge Pflanze entschieden hat, der wird rund fünf Jahre auf die erste Ernte warten müssen. Erst dann lohnt sich diese auch, denn es braucht eine gewisse Zeit, ehe die Wirkstoffe in der Aloe vollständig gereift sind. Wem das zu lange dauert, der kann sich von Anfang an ausgewachsene Aloe Vera Pflanzen kaufen. Diese besitzen im besten Fall schon sehr dicke Blätter. Wer das Gel ernten möchte, der muss die größten Blätter der Pflanze mit einem Messer ab Boden abschneiden. Im Anschluss werden die Blätter gewaschen und senkrecht in ein höheres Gefäß gestellt. Bei einer reifen Aloe fließt das Gel von alleine ab. Ist möglichst viel Gel ausgelaufen, so müssen die Blätter erneut gewaschen und getrocknet werden. Dann kann man die äußere Wachsschicht der Aloe entfernen und das restliche Gel herausholen.
Als Sukkulent hat sich die Pflanze darauf eingestellt, Wasser über längere Zeit zu speichern und auf diese Weise Dürreperioden zu überstehen. In der Wasserversorgung dieser tropischen Blume ist daher ein Umdenken gegenüber dem klassischen Gießen von Zimmerpflanzen erforderlich. Im Zweifel lassen Sie die Pflanze trockener stehen, als ihr eine schädlich hohe Wasserdosis zu verabreichen. So machen Sie es richtig:
Im Rahmen einer Studie an 60 Krebspatienten mit einem durchschnittlichen Alter von 52 Jahren wurde sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von strahlenbedingter Dermatitis die Wirkung von Aloe Vera untersucht. (Quelle: „Haddad P, Amouzgar-Hashemi F, Samsami S, Chinichian S, Oghabian MA.Aloe vera for prevention of radiation-induced dermatitis: a self-controlled clinical trial. Curr Oncol. 2013 Aug;20(4):e345-8.“)
Ich hab grade bei ciao.de mal ein paar Produkte auf die Inhaltstoffe hin durchgeschaut. Da ist auch nichts anderes drin, als in den Drogerieprodukten. Parabene (Konservierungsstoffe, die im Verdacht stehen hochallergenisierend zu sein u.ae.) en masse, dazu Silikone und auch tatsaechlich Aloe und mit was noch Werbung gemacht wird. Die behaupten nur mit natuerlichen Inhaltsstoffe zu arbeiten, die INCIs sagen anderes.
Auch wenn man die Aloe vera als Zimmerpflanze kultiviert, sollte man sie im Sommer auf den Balkon oder die Terrasse stellen, da hier die Lichtbedingungen wesentlich besser sind. Gießen Sie die Pflanze sparsam und achten Sie darauf, dass das Innere der Rosette nicht feucht wird. In ihrer heißen Heimat ist der Wasservorrat in der Rosette oft überlebenswichtig, in unseren Gefilden kann er aber zu Fäulnisschäden führen. Am besten wässert man die Aloe vera über einen Untersetzer und versetzt das Gießwasser alle zwei Wochen mit etwas flüssigem Kakteendünger. Nach dem Verwelken des Blütenstands schneidet man diesen ab, um den Ansatz neuer Blüten zu fördern.
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